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Digitale Unterstützung für die häusliche Pflege

TH KölnEltern von pflegebedürftigen Kindern benötigen verlässliche Informationen zu Abläufen, Prozessen, Rechten und der Koordination der häuslichen Pflege – insbesondere, wenn sie neu in dieser Situation sind. Da diese schwer zu finden sind, entwickelt ein interdisziplinäres Team der TH Köln und der Evangelischen Hochschule Bochum im Forschungsprojekt CAIR4ME eine KI-gestützte Wissensplattform.

„Pflegende Eltern stehen bei der Informationssuche häufig vor der Herausforderung, zuverlässige, verständliche und für ihre Situation passende Informationen zu finden. Existierende Pflegeberatungen sind häufig nicht ausreichend auf spezifische Bedarfe zugeschnitten und relevantes Wissen ist über unterschiedliche Angebote verteilt, uneinheitlich aufbereitet oder für Laien schwer einzuordnen“, beschreibt Projektleiterin Prof. Dr. Dietlind Zühlke vom Institut für Data Science, Engineering, and Analytics der TH Köln die Ausgangslage.

CAIR4ME setzt an dieser Schnittstelle an und verknüpft etablierte Ansätze des Wissensmanagements mit Künstlicher Intelligenz, um ein System zu schaffen, welches die Expertise von wissenschaftlichen Expert*innen mit dem Erfahrungswissen der Betroffenen verbindet. Das Forschungsteam untersucht, wie verschiedene Wissensquellen erschlossen, miteinander vernetzt und bedarfsgerecht bereitgestellt werden können. Gleichzeitig muss die Qualität und Verlässlichkeit der aufbereiteten Informationen systematisch sichergestellt werden.

Plattform für Angehörige und Expert*innen

Die Forschungsarbeit beginnt mit der Analyse bestehender Wissensmanagement-Systeme, einer Untersuchung der konkreten Bedarfe pflegender Angehöriger und der Entwicklung erster Konzepte für die KI-gestützte Wissensbasis. Künstliche Intelligenz unterstützt dabei einerseits die technische Aufbereitung der Inhalte und Überwachung der Wissensbasis hinsichtlich Widersprüchlichkeit und Aktualität sowie andererseits bei der adressatengerechten Aufbereitung von Informationen für Nutzende.

Am Ende soll eine prototypische Plattform bereitstehen, über die pflegende Angehörige Orientierung und Entscheidungsunterstützung erhalten. Pflegeexpert*innen sollen ihr Wissen durch standardisierte Prozesse einfach einbinden können und Beratungsstellen erhalten so ein Werkzeug, das den Zugang zu aktueller, kontextualisierter Information erleichtert und die Qualität ihrer Beratung verbessert. Auch pflegende Angehörige sollen die Möglichkeit erhalten, ihr Wissen über die Plattform zu teilen.

Über das Projekt

Das Forschungsprojekt CAIR4ME (Care-focused, AI-driven Resource Center for Moderation of Expertise) verbindet digitale Technologien, Soziale Arbeit, Angewandte Pflegewissenschaften, Mensch-Computer-Interaktion sowie Künstliche Intelligenz. Beteiligt sind auf Seiten der TH Köln Prof. Dr. Dietlind Zühlke vom Institut für Data Science, Engineering, and Analytics, Prof. Dr. Raphaela Groten vom Institut für Informatik und Prof. Dr. Isabel Zorn vom Institut für Medienforschung und Medienpädagogik sowie auf Seiten der Evangelischen Hochschule Bochum Prof. Dr. Karin Tiesmeyer vom Fachbereich Heilpädagogik und Pflege. Projektpartner sind die Pflege ABC GmbH, die Diakonie Düsseldorf / Abteilung Heilpädagogische Hilfen, die Neuland AI AG und die hsag Heidelberger Services AG. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Vorhaben über vier Jahre mit gut 2,6 Millionen Euro.

Quelle: www.th-koeln.de

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